Weinen UND Lachen

EmmA 
 
Rhythmische Kurzprosa | Gastbeitrag

zur #wahl

Ein grauer Flur mit rotem Spielzeugauto,

alles sehr schnell.

Das Kind schreit,

halb panisch,halb vor hysterischer Freude.

Keine Türen offen von dem Gang;

nur der Raum

angefüllt mit Lachen und Kreischen,

vielleicht an der Grenze zum Weinen,

ansteckende Aufregung.

Und hin und her und hin das Spiel.

Die Frau schubst das Auto,

ruft noch Vorsicht!,

aber da hat es bereits die Hand überrollt,

Augenblick des Erstarrens,

Frau hebt die Hand vor runden Mund,

Lachen noch in den glänzenden Augen.

Das Kind verzieht das Gesicht -kurz-,

dann die Frau, sie kichert,

Fragen nach Wohlergehen des Kindes.

In kleinem Gesicht ein Kampf.

Von Tränen und Lächeln.

Zerreißprobe des Moments.

Übermut der Mutter gewinnt

und wieder Beschleunigung,

rasen, werfen, krabbeln,

fliegen, schlittern, unüberschaubar.

In der Mitte das Kind.

Es sitzt daund kommt nicht ganz mit,

lacht und klatscht -trotzdem-

und versucht sich zu entscheiden.

Hat sich in den Details ihres Wimmelbilds verloren und ist jetzt weniger als die Summe ihrer Teile.