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KULTURTIPPS | HASSLIEBE 

Immer sonntags um 16 Uhr mit Olli Schulz & Jan Böhmermann

 

Der Olli zum Böhmi: „Bisschen wie ein Eichhörnchen, die sehen nur süß aus und haben nen miesen Charakter.“ Zwei kleine und doch alte Showhasen erzählen über sich und übers Leben. Jede Woche zu einem anderen Thema wird statt Musik gespielt, viel, viel, viel, viel, manchmal zu viel, aber oft genau richtig viel Blödsinn geredet. Eine Radiosendung, in der die Zuhörer aufgefordert werden anzurufen, um sie dann gerade an der Schnur schon wieder abzuwimmeln. Alles für die Selbstunterhaltung. Garantiert immer hat einer der Beiden am Anfang schlechte Laune. Garantiert immer fällt nicht nur ein politisch inkorrekter Satz. Garantiert immer hat man als Zuhörer, nicht unbedingt als Anrufer, danach gute Laune. Viele „Nein, das hat er nicht... Mensch Olli“ Oh, oh der Jani schon wieder“-Gedanken fliehen durch meinen Kopf. Links und rechts die Kopfhörer. Super, als Podcast für unterwegs, denn wie schon erwähnt, Musik gibt es kaum und was anstatt des Angesagten „Hyper, Hyper“ von Scooter tatsächlich kommen mag, will ich gar nicht wissen. Empfehlenswerter, wenn bisweilen auch nah an der Grenze des Anstrengenden, Hörgenuss bei Radio Eins. Beim gleichzeitigen Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln und Hören einer Folge „Sanft & Sorgfältig“ sollte folgendes bedacht werden. Erstens: Gesichtsmuskeln folgen nicht immer der allgemeinen Sitte und verziehen sich hin und wieder, wer also auf die Etikette wert legt, sollte auf sich aufpassen. Und Zweitens sobald Olli und Jan ihre Zweitidentitäten Fiddi und Bumsi rausholen, Lautstärke runterregeln.

Hier geht's zum Podcast.

 

zusammengestellt von Nina OderDoch
Sanft & Sorgfältig 
Sendung auf RadioEins
Ai Wei Wei: Evidence 
Einzelausstellung

bis 7. Juli 2014 im Martin-Gropius-Bau

Mit – Mo 10 – 19:00 Uhr

Ab 20. Mai tgl. 10 – 20:00 Uhr

Eintritt 11 Euro  erm. 8 Euro

 

Er hat die Ausstellung selbst nie gesehen. Auf Grund eines Reiseverbots darf der Künstler Ai Weiwei sein Heimatland China nicht verlassen. Sein Reisepass wurde ihm entzogen. Im eigenen Land gefangen, entwarf er seine bis dato größte Einzelausstellung mit vielen eigens für das Gebäude erschaffenen Installationen in einer kleinen Wohnung in Peking. In enger Absprache und mit Fotobeweisen belegt wurde sie von seinen Mitarbeitern dann aufgebaut. Ai Weiwei ist ein politischer Künstler. Für viele ist er ein Kämpfer für die Freiheit. Ausgangspunkt aller seiner Arbeiten ist sein Heimatland China. Ein Land reich an Traditionen und ein modernes Beispiel eines unmenschlichen, repressiven Systems. Die Ausstellung beschäftigt sich mit dem Land China, mit der Beziehung Chinas zum Ausland und mit der persönlichen Geschichte Ai Weiweis in diesem Land. Der Sohn eines regime-kritischen Dichters wurde zunächst mit einem Blog bekannt. 2011 wurde er unter fadenscheinigen Vorwänden verhaftet. Für 81 Tage an einem unbekannten Ort gefangen gehalten und lebt seitdem unter Hausarrest in Peking. Er darf in China zwar künstlerisch arbeiten, aber weder ausstellen noch ausreisen. Die Ausstellung trägt den  Titel „Evidence“. Der Beweis! Ein Titel der für sich gesehen schon eine eindeutige Aussage genug ist. Ai Weiwei ist aufgrund seiner demonstrativen Selbstdarstellung ein nicht unumstrittener Künstler. Dass ist aber letztendlich nur ein Grund mehr sich diese Ausstellung unbedingt anzusehen.

DerFreitag 
Wochenzeitung

3,60 Euro am Kiosk

 

Sich selbst schon als Meinungsmedium bezeichnend, ist davon auszugehen, dass die Titelblätter mit unter streitbar sind. Aufmacher zwischen „Die Barbie-Feministinnen“ und „Sagt ja zu Drogen“ bieten sich auch digital als Debattenaufreger an. Irritierenderweise immer donnerstags findet sich ‚DerFreitag’ in den Zeitungsläden der Stadt.

 

Hier der Beitrag zu den Ai Weiwei-Filmen.

 

 

ausdruck:ps.etc.pp.

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