Anna Morph 

(c) Anna Morph

  N°1 | 05/2014 | HASSLIEBE | GASTAUTOR*INNEN

Das Adjektiv anamorph (ἀναμόρφ)  [anaˈmɔrf], sinngemäß „umgestaltet“ von griechisch: ana=herauf, auf; morphae=Form, Gestalt) entstammt der Malerei des 16Jh. sowie der späteren Fotografie und bezeichnet die Eigenschaft der Verzerrung eines Bildes im Vergleich zu seinem Original. Das verzerrte Bild (seltener auch der Vorgang der Ver- oder Entzerrung) wird als Anamorphose bezeichnet. Meist werden solche Bilder mit einer Zylinderlinse oder einem Zylinderspiegel (Zerrspiegel) erzeugt.

 

Es geht in der Arbeit von Anna Morph also weniger darum, den Ist- Zustand abzubilden, sondern um die Pointierung von Ambiguität und Subtilität durch die Anwendung der Verzerrung durch Wortspiele, Umkehrungen, Widersprüche oder ähnliches.  So soll zur Reflexion, Phantasie und Imagination und letztendlich zum Denken abseits der genormten Konstruktion angeregt werden.