kraft

ausdruck:

abhängigkeit.

„Die, die verstehen, ihre Begierde zu zügeln, können das nur, weil sie schwach genug ist, gezügelt zu werden“

Nimmt man William Blake beim Wort, ergibt sich der Gedanke, dass die Willenlosen die Starken sind. Doch ergibt sich nicht gerade aus der Stärke gegen äußere Einflüsse, die Freiheit, sich nicht abhängig zu machen. Nur wer sich selbst genügt, ist frei.

In der Suche nach Grenzen, finden wir uns selbst. Tatsächlich schaffen Regeln die Basis für das Miteinander. Regeln sollen Ordnung schaffen. Niemand kann ohne andere leben. Niemand führt ein unabhängiges Leben. Niemand verhält sich regelkonform. Manche leiden an Abhängigkeit, manche lieben Abhängigkeit.

Tagtäglich stellen wir uns gegen unsere natürlichen Bedürfnisse. Endgültig können wir dennoch nicht Nein sagen. Natürlich lassen wir uns gehen. Natürlich geben wir nach. Hier ein Wort, hier ein Getränk, hier ein Erlebnis, hier eine Liebe, hier ein Joint, hier ein Missverständnis. Sorgen? Nicht immer notwendig. Gutes täglich erleben. Nutze, Regeln zu brechen. Nur bedenke Abhängigkeiten sind lebensnotwenig. Gerade in vielen Fällen auch lebensbejahend und im schlechtesten Fall lebenszerbrechend. Die Abhängigkeit ist Teil unser aller Leben. Nur weil wir müssen? Nur weil Nachgeben Spaß macht? Trotzt der Abhängigkeit! Trotzt der Gesellschaft! Tut euch Gutes. Seid ohne Sorgen. Nur bedenkt, ihr seid nicht allein in eurer Welt.

 

EDITORIAL
von Nina OderDoch, CvD Abhängigkeit 
 

Von der Kindheit kommt man nicht los:

Semi j. Kolon, Nina OderDoch, À propos de Nice

und Zwerg Nase zeichneten unabhängig voneinander

einen Teilbereich des Bildes. Das Gesamtergebnis macht

aus scheinbarer Unabhängigkeit Abhängigkeit...